Quelle der Weißen Ernz

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”Schetzelbur”

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Der ”Schet­zel­bur” die Quelle der Weißen Ernz 1948 wurde die Quelle von ein­er Pfadfind­er­gruppe aus Limperts­berg gefasst und mit einem Wasser­beck­en verse­hen.

Inmit­ten des Grünewaldes entspringt die Quelle der Weißen Ernz, ”Schet­zel­bur” genan­nt. Namensge­ber der Quelle ist der Selige Schet­zel, ein Eremit, der im 12. Jahrhun­dert in ein­er Höh­le in der Nähe der Quelle lebte und seinen Durst mit dem reinen Quell­wass­er stillte.

Die Quelle der Weißen Ernz tritt, wie auch die Quelle der Schwarzen Ernz, auf dem Gebi­et der Gemeinde Nieder­an­ven aus dem Lux­em­burg­er Sand­stein aus, dem größten und wichtig­sten Trinkwasser­spe­ich­er Lux­em­burgs. Der Bach­lauf lässt jedoch schon nach eini­gen Metern die Gemeinde Nieder­an­ven hin­ter sich. Südlich der Ortschaft Eisen­born ver­lässt der Bach, nun ”Schet­zel­baach” genan­nt, dann den Grünewald in nordöstlich­er Rich­tung.

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In Reis­dorf, im von Wäldern umgebe­nen Sauer­tal, mün­det die Weiße Ernz in die Sauer.

Durch zahlre­iche Zuflüsse schwillt der Bach bald zu einem Fluss her­an, der nun nahezu par­al­lel zu seinem Zwill­ings­fluss, der Schwarzen Ernz, den Osten des Lan­des durch­quert. Wie ihr Namensvet­ter hat sich die Weisse Ernz im Laufe der Zeit in das Gestein des Lux­em­burg­er Sand­steins einge­graben und somit ein land­schaftlich reizvolles Flusstal geschaf­fen, das Ein­heimis­che wie auch Touris­ten anzieht und begeis­tert.

Bis zu ihrer Mün­dung bei Reis­dorf in die Sauer, dem zweit­größten Fluss des Lan­des und dem Gren­zfluss zu Deutsch­land, legt die Weiße Ernz etwa 33 km zurück. Der Flus­slauf zählt neben der Alzette und der Schwarzen Ernz zu den wichtig­sten Zuflüssen der Sauer.

Das Tal der Mühlen

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Fels (Laro­chette) Im Tal der Weißen Ernz gele­gen, ist das Städtchen Fels (Laro­chette) mit sein­er imposan­ten Bur­gru­ine ein beliebtes Touris­ten­zen­trum.

Das untere Tal der Weißen Ernz, von Erms­dorf bis nach Reis­dorf, wird auch als ”Tal der Mühlen” beze­ich­net. Mehrheitlich Mitte des 19. Jahrhun­derts erbaut, wurde in ihnen, durch das Fluss­wass­er angetrieben, Korn zu Mehl gemahlen oder Pflanzenöl gepresst. Durch das Wass­er der Weißen Ernz angetrieben, liefer­ten auch einige Mühlen Strom und elek­trisches Licht an die umliegen­den Dör­fer.

Der Gewässername “Ernz”

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Der Selige Schet­zel, der als Eremit im Grünewald lebte, ist der Namensge­ber des ”Schet­zel­bur”, der Quelle der Weißen Ernz.

Die Flus­släufe Weiße Ernz und Schwarze Ernz sind ein Beweis dafür, dass unsere Gewässer­na­men ältestes Wortgut bewahren. So sind sowohl der Flussname ”Ernz”, als auch der franzö­sis­che Flussname ”Arance”, als ”Aran­tia” über­liefert. Hier­bei han­delt es sich um einen vorkeltischen Flussna­men (”Ar” = Fluss).

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