Lebensraum Waldrand

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Verbindungsglied zwischen Wald und Flur

Wal­drän­der bilden in der Natur den Über­gang vom dun­klen, gle­ich­mäßig tem­perierten und feucht­en Wald­kern zur licht­en und wind­bee­in­flussten offe­nen Feld­flur mit stärk­eren Tem­per­aturschwankun­gen. Eine solche Kon­tak­t­zone zwis­chen zwei ver­schiede­nen Leben­sräu­men beze­ich­net man als Saumbiotop; das heißt, eine mehr oder weniger lin­ien­haft aus­ge­bildete Lebensstätte für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten unser­er Heimat.

Der ideale Waldrand: Aufbau und Funktion

Im Ide­al­fall ist der Wal­drand, wie hier auf der Aar­nescht, stu­fig aufge­baut. Im Über­gang vom Wald zur Feld­flur nimmt zunächst die Höhe der Wald­bäume ab; es schließt sich ein Strauch­man­tel an und zulet­zt läuft der Wald­man­tel zu einem Kraut­saum aus.

Ein ide­al­er, stu­fig aufge­bauter Wal­drand erfüllt eine Vielzahl von Funk­tio­nen:

  • Er bietet ein­er arten­re­ichen Flo­ra und Fau­na einen Leben­sraum,
  • er schützt den Waldbe­stand vor Wind und Stür­men (die Wind­bruchge­fahr wird gemindert),
  • er schützt den Wald­bo­den vor aus­trock­nen­dem Wind,
  • die Rand­bäume wer­den vor direk­ter Sonnene­in­strahlung geschützt,
  • das Land­schafts­bild wird aufgew­ertet.
AA-64

Auf­bau eines ide­alen Wal­dran­des

Lebensstätte für Tiere

Wal­drän­der bieten auf­grund ihrer Pflanzen­vielfalt und ihres Struk­tur­re­ich­tums ein­er großen Zahl von Tier­arten eine geeignete Lebens­grund­lage. Der Arten­re­ich­tum dieses Saumbiotops ist auf die Über­lap­pung der bei­den angren­zen­den Leben­sräume zurück­zuführen. Hinzu kom­men noch Tiere, die nur in dieser Ver­mis­chungszone ihren opti­malen Leben­sraum find­en.

Typische Tiere des Waldrandes

AA-65Neun­töter AA-66Biene AA-67Marienkäfer
AA-70Buntspecht AA-71Waldei­dechse AA-72 Ameise
AA-68Abend­segler AA-69Wanze AA-73Blind­schle­iche

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