Landschaftsprägung durch Bäche

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Entstehung der Keuperlandschaft

Der Rundweg von Ober­an­ven führt durch eine Keu­per­land­schaft. Die geol­o­gis­che Schicht des Keu­pers wurde vor etwa 200 Mil­lio­nen Jahren im Meso­zoikum gebildet. Es han­delt sich dabei um die ton- und kalkre­ichen Ablagerun­gen eines urzeitlichen Meeres.
Die Aus­bil­dung der heuti­gen Keu­per­land­schaft ist die Folge des Aufeinan­dertr­e­f­fens von Wass­er und Gestein.

In früheren Zeit­en trat­en die Keu­per­schicht­en nicht an der Ober­fläche zutage — sie wur­den vom mächti­gen Lux­em­burg­er Sand­stein überdeckt. Im Laufe der Jahrmil­lio­nen wurde diese über­lagernde Gesteinss­chicht abge­tra­gen, wodurch die Keu­per­schicht­en freigelegt wur­den.

Da es sich bei den Ablagerun­gen des Keu­pers um wasserun­durch­läs­sige und leicht ver­form­bare Lock­ergesteine han­delt, die aus Ton, Kalk und auch Sand beste­hen, kön­nen sie leicht vom Wass­er erodiert, d.h. abge­tra­gen wer­den. Flüsse und Bäche kon­nten die Keu­per­schicht­en nach ihrer Frei­le­gung also leicht “mod­el­lieren”.

Im Laufe der Zeit haben sich der Fluss Syr und seine Zuflüsse in die weichen Keu­per­schicht­en einge­graben und der Land­schaft ihr heutiges charak­ter­is­tis­ches Ausse­hen ver­liehen. Über­wiegend flach­wellige Land­schafts­for­men sind ent­standen: Weiche, san­fte Täler und leicht geschwun­gene Hügel prä­gen das heutige Land­schafts­bild.

Landwirtschaftliche Nutzung

Orchidee auf der Aar­nescht

Über den Keu­per­schicht­en bre­it­et sich eine von Wiesen und Wei­den geprägte Land­schaft aus, die schon seit alters her vom Men­schen land­wirtschaftlich genutzt wird. Auf­grund ihrer begren­zten Wasser­spe­icher­fähigkeit und der gerin­gen Pflanzen­ver­füg­barkeit der Nährstoffe sind die Keu­per­bö­den nicht für den Anbau von Feld­frücht­en geeignet. Durch ihren hohen Tonge­halt sind sie nach Regen­fällen nass und wegen der aufge­quol­lenen Ton­min­erale auch wasserun­durch­läs­sig. Das Regen­wass­er kann nicht in den Boden ein­sick­ern — es fließt an der Ober­fläche ab und kön­nte daher auch nicht von Kul­turpflanzen aufgenom­men wer­den.

Der Über­gang zwis­chen Lux­em­burg­er Sand­stein und Keu­per ist durch eine markante Gelän­destufe gekennze­ich­net.

Das Naturschutzge­bi­et Aar­nescht

Inmit­ten der Keu­per­land­schaft liegt nordöstlich von Ober­an­ven eines der ersten Naturschutzge­bi­ete Lux­em­burgs: die “Aar­nescht”.

Ein inter­es­san­ter Lehrp­fad führt durch das Naturschutzge­bi­et, das eines der bedeu­tend­sten Orchideen­vorkom­men Lux­em­burgs beherbergt.

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