Das Arbeiterhaus und seine Geschichte

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Zeug­nis der kar­gen Lebensweise und Wohnkul­tur der hiesi­gen werk­täti­gen Bevölkerung legt das ehe­ma­lige “Arbeit­er­haus” an der Chaussée St. Mar­tin ab.

Das Leben in einem Arbeit­er­haus Mitte des 19. Jahrhun­derts

Ein ziegelgedeck­tes Sat­tel­dach schließt heute den ein­fachen, aus groben Bruch­steinen gemauerten Bau nach oben hin ab. Die niedrige, zur Straßen­seite hin ger­ade mannshoch errichtete Front wird durch eine Tür und zwei tief her­abge­zo­gene Fen­ster gegliedert, die Schmal­seit­en blieben fen­ster­los. Viele Häuser hat­ten die Tür in der Mitte, beim  Arbeit­er­haus in Hostert jedoch ist die Tür auf der recht­en Seite und links schließen sich zwei Fen­ster an. Hin­ter der Tür lag meis­tens direkt die Küche mit dem Herd und dem Rauch­fang, in dem Fleisch und Speck geräuchert wur­den. Das zweite Zim­mer diente als Schlafz­im­mer für die ganze Fam­i­lie. Hin­ter dem Herd war in der Küche, die auch als Stube genutzt wurde, eine gus­seis­erne Plat­te (”Taak”), die die Wärme in das zweite Zim­mer leit­ete. Die “Taak­en” hat­ten meis­tens herald­is­che oder bib­lis­che Motive.

Viele Arbeit­er­häuser hat­ten nur zwei kleine Zim­mer. Durch seine Lage am Hang gewin­nt das Arbeit­er­haus in Hostert auf sein­er Rück­seite weit­eren Wohn­raum im unteren Stock­w­erk hinzu.

Die Stro­hwick­lung zwis­chen den Dachbalken

Ober­halb des Arbeit­er­haus­es befand sich am Ufer des Hostert­er Bach­es die ehe­ma­lige Hostert­er Müh­le.

Im Inneren des Gebäudes sind noch zwis­chen den Deck­en­balken Reste der ehe­ma­li­gen “Stro­hwick­lung” sicht­bar. Sie ver­weisen auf die ursprüngliche Dachbe­deck­ung, bei der Stroh mit Lehm ver­putzt wurde.

Vom Arbeit­er­haus aus bietet sich über Obst­gärten hin­weg ein weit­er Blick hinüber zum neuen Vier­tel (”Nou­veau Quarti­er”) von Hostert und zur Aar­nescht auf der gegenüber­liegen­den Seite des Tales.

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