Pflanzen

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AA-46Gold­dis­tel
Car­li­na vul­garis
AA-47Kamm-Wachtel­weizen
Melampyrum crista­tum
AA-48Gefranster Enz­ian
Gen­tianel­la cil­i­a­ta

Das Naturschutzge­bi­et Aar­nescht weist eine hohe Vielfalt an sel­te­nen Pflanzen auf. Es wur­den bis­lang ins­ge­samt 171 ver­schiedene höhere Pflanzenarten gefun­den. Darunter sind 43 vom Ausster­ben bedro­hte Arten, die unter Naturschutz ste­hen und deshalb auf der Roten Liste geführt wer­den. Beson­ders die Halb­trock­en­rasen bieten auf­grund der außergewöhn­lichen Stan­dortbe­din­gun­gen (Trock­en­heit, Nährstof­far­mut und Kalkre­ich­tum) vie­len sel­te­nen Pflanzen einen Leben­sraum.

Orchideen

Auf der Aar­nescht ist ins­beson­ders der große Reich­tum an Orchideen her­vorzuheben. So wur­den auf den Halb­trock­en­rasen der Aar­nescht bis­lang 23 ver­schiedene Orchideenarten nachgewiesen. Es han­delt sich hier­bei um 64% aller in Lux­em­burg vork­om­menden Arten.

AA-50

Hum­mel-Rag­wurz
Orphrys
holosericea
Pur­pur-Knabenkraut
Orchis pur­purea
Pyra­mi­de­norchis
Anacamp­tis
pyra­mi­dalis
Ohn­sporn
Aceras
anthro­popho­rum

AA-51

Vermehrungsstrategie

AA-49Um das Über­leben der Art zu sich­ern, bilden die Orchideen in ihren Samenkapseln eine große Anzahl an winzi­gen Samen aus, die leicht vom Wind fort­ge­tra­gen wer­den kön­nen.

Orchideen: die Überlebenskünstler

Die Orchideen haben sich durch eine beson­dere Über­lebensstrate­gie an die nährstof­far­men Ver­hält­nisse angepasst. Sie gehen eine Lebens­ge­mein­schaft mit Boden­pilzen ein, die ihnen erlauben, die spär­lich vorhan­de­nen Boden­nährstoffe bess­er zu erschließen.

Orchideen­samen enthal­ten in der Regel keine Nährstoffe für den Keim­ling, so dass eine Keimung nicht möglich ist. Hier hil­ft sich die Orchidee, indem sie Pilzfä­den ver­daut, die in die Zellen der Orchideen­em­bryos hineinwach­sen. So nimmt sie Nährstoffe auf, die der Pilz aus der Zer­set­zung von Pflanzen­ma­te­r­i­al im Boden bezieht. Erst nach der vollen Entwick­lung der Blät­ter ist die Orchidee in der Lage, ihre Nährstoffe selb­ständig durch Pho­to­syn­these zu bilden. In diesem Sta­di­um beliefert sie den Pilz mit Nährstof­fen.

Dieses Zusam­men­leben ver­schieden­er Organ­is­men mit gegen­seit­igem Nutzen nen­nt man Sym­biose. Einige Orchideenarten bilden jedoch keine Blät­ter mit Blattgrün aus und bleiben somit zeitlebens vom Wurzelpilz abhängig (z.B. die Nest­wurz).

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